Schweizer Militärmusikverband (SMV)
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Die Geschichte der Schweizer Militärmusik

Teil 2: Einfluss der Französischen Revolution

Die Französische Revolution eröffnete 1789 nicht nur das Zeitalter der Massen, sondern - gewissermassen als Nebenprodukt - die Grundlagen für das Harmonieblasorchester, welches auch beim Militär eingeführt wurde.

Die Besetzungen erweiterten sich sehr stark und variierten zwischen 16 und 100 Musikern! Bei Revolutionsfeiern bestanden folgende Orchesterbesetzungen:

Komponisten wie Jardin, Devienne, Gossec, Gebauer, Méhul, Cherubini und andere lieferten dem neuen Klangkörper angemessene Tonschöpfungen im damals herrschenden klassischen Musikstil.

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In der Schweiz traten die nach französischem Muster zusammengestellten Musikkorps um 1790 auf. Die von Napoleon der Schweiz diktierte Mediationsverfassung trat am 15. April 1803 in Kraft. Dadurch erhielten die früheren Stände ihre Souveränität und damit verbundene Militärhoheit zurück, mit dem Unterschied gegenüber der Zeit vor 1789, dass sich ihre Militärkontingente von nun an strikte nach eidgenössischen Vorschriften auszurichten hatten. Die Feldmusiken wurden zu unerlässlichen Einrichtungen mit wehrpsychologischer und propagandistischer Bedeutung. Alle Kantone führten nach 1803 sukzessive die Harmonie-Feldmusiken ein.

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